Newsletter der Freien Demokraten in Nordrhein-Westfalen.

Hallo,

der politische Wochenrückblick zeigt erneut, wie wichtig eine starke liberale Stimme in unserem Land ist: Nach großen Worten des Widerstands am vergangenen Wochenende scheint die Junge Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion beim Rentenpaket einzuknicken. Dieses Paket ist ein Schlag ins Gesicht der jungen Generation. Von Friedrich Merz‘ „Herbst der Reformen“ ist nichts übriggeblieben, mutige Strukturreformen bleiben aus. Die Freien Demokraten bleiben damit einmal mehr die einzige politische Kraft, die sich konsequent für Generationengerechtigkeit einsetzt.

Immerhin scheint der Bund seine Blockade einer zweiten Abschiebehaftanstalt in Nordrhein-Westfalen aufzugeben. Damit rückt ein zentraler Baustein für eine funktionierende Rückführungspraxis näher. Doch weiter fehlt ein klarer Zeitplan. Schwarz-Grün muss nun endlich liefern, statt weiter Ankündigungspolitik zu betreiben. In der anstehenden Plenarwoche werden wir den Druck mit einem Antrag im Landtag deutlich erhöhen.

Besonders erschüttert hat uns der tragische Polizeieinsatz in Bochum, bei dem ein zwölfjähriges gehörloses Mädchen schwer verletzt wurde. Zahlreiche Fragen dazu sind noch offen. Gemeinsam mit der SPD-Fraktion haben wir Freie Demokraten deshalb eine Sondersitzung von Innen- und Familienausschuss im Landtag beantragt. Wir erwarten umfassende, schnelle und transparente Aufklärung – im Interesse der betroffenen Familie, der Jugendhilfe und der Einsatzkräfte. Nur so kann Vertrauen in staatliches Handeln wiederhergestellt werden.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Ihr

Marcel Hafke

Jeder dritte Euro für die Rente?

Mit dem schwarz-roten Rentenpaket geht jeder dritte Euro im Bundeshaushalt in die Rente. Dagegen haben die Freien Demokraten eine Petition gestartet. Für Henning Höne, Landesvorsitzender der FDP NRW und stellvertretender Bundesvorsitzender, ist klar: „Wir brauchen zwingend mutige Reformen. Zum Beispiel eine Aktienrente, die auch in der gesetzlichen Rente die Kraft des Kapitalmarktes nutzt.“

FDP-Landtagsfraktion fordert wirtschaftspolitischen Neustart für NRW

„Mona Neubaur hat mit dem ideologiegetriebenen Kohleausstieg 2030 dem Industrieland Nordrhein-Westfalen den Stecker gezogen – und Hendrik Wüst hat applaudiert. Schwarz-Grün muss endlich Farbe bekennen, dass dieser Sonderweg dramatisch gescheitert ist“, kritisiert FDP-Landeschef Höne. Die FDP-Landtagsfraktion NRW fordert daher einen wirtschaftspolitischen Neustart. „Nordrhein-Westfalen braucht eine knallharte Bürokratiebremse, eine konsequent marktwirtschaftliche Wachstumsagenda und eine Energiepolitik, die Versorgungssicherheit und bezahlbare Preise ins Zentrum stellt“, so Höne.

Kein Land in Europa kann sich selbst verteidigen

Auf der diesjährigen Berlin Security Conference sprach Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europäischen Parlament, über Europas Sicherheitslage. Mit im Fokus: mögliche Angriffe auf unsere Infrastruktur. „Unsere Technik, unsere Unterwasserinfrastruktur, also Kommunikationswege: Das ist alles hochgefährdet“, so Marie-Agnes Strack-Zimmermann.

Weimer-Affäre weckt Erinnerungen an „Rent-a-Rüttgers“

Nach Berichten über mögliche bezahlte Zugänge zu Bundesministern durch die Weimer Media Group, die zu 50 Prozent Kulturstaatsminister Wolfram Weimer gehört, hat Yvonne Gebauer, Kulturexpertin der FDP-Landtagsfraktion NRW, Weimer zur schnellen Aufklärung aufgefordert: „Ich erwarte, dass er glaubhaft darlegen kann, sein Ministeramt nicht zugunsten der Sponsoring-Aktivitäten seines Unternehmens eingesetzt zu haben.“ Gebauer verweist auf Parallelen zur „Rent-a-Rüttgers“-Affäre der NRW-CDU im Jahr 2010 und warnt vor einer Vertrauenskrise in die politische Integrität.

Liberal.NRW: Schwierige Zeiten für die Freiheit – Danke für Ihren Einsatz!

Das neue Liberal.NRW ist da: unter anderem mit einem Rückblick auf die Kommunalwahl, Eindrücken von unserem Neumitgliedertreffen sowie liberalen Impulsen für NRW, Deutschland und Europa. Hier finden Sie die neueste Ausgabe!

NRW darf keinen Strafvollzugs-Tourismus zulassen

Nordrhein-Westfalen ist mit einem Anteil von 26 Prozent bundesweit Spitzenreiter beim Einsatz des offenen Vollzugs. FDP-Justizexperte Dr. Werner Pfeil warnt: „Resozialisierung von Tätern gehört zum Strafvollzug dazu – aber ein reiner Fokus darauf führt dazu, dass Gesetze nicht respektiert werden und die Strafe ihre abschreckende Wirkung verliert.“ Zudem braucht es endlich Daten zu dem Phänomen, dass Straftäter ihren Wohnsitz extra nach Nordrhein-Westfalen verlegen, um von attraktiveren Haftbedingungen zu profitieren: „Ein Strafvollzugs-Tourimus darf nicht zugelassen werden!“

Marie-Agnes Strack-Zimmermann auf der Berlin Security Conference
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