Newsletter der Freien Demokraten in Nordrhein-Westfalen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute hat der Bundestag das Rentenpaket beschlossen – und dabei alle Prinzipien der Gerechtigkeit über Bord geworfen. Zum einen ebnet der Beschluss den Weg dafür, dass zukünftig Rentenbeiträge auf Sparpläne fällig werden können. Das bedeutet: Diejenigen, die angesichts schlechter Rentenaussichten heute schon für das Alter vorsorgen, werden zusätzlich belastet. Zum anderen bleibt die dringend notwendige echte Reform weiterhin aus, was gerade für die jungen Generationen ein schwerer Schlag ist – und entsprechend für Unmut bei den jungen Abgeordneten der Union gesorgt hatte. Die angekündigte Enthaltung der Linken im Bundestag sorgte dann aber im Vorfeld bereits dafür, dass Merz sich trotz der Uneinigkeit in den eigenen Reihen seiner Mehrheit sicher sein konnte. Ich frage mich: Haben die Menschen, die bei der letzten Bundestagswahl statt der FDP die CDU gewählt haben, sich das so vorgestellt?

Auch auf europäischer Ebene bleibt die Union ihrer Wortbruchpolitik treu: Obwohl Ursula von der Leyen immer wieder Bürokratieabbau fordert, will sie nun mal eben 2.500 zusätzliche Stellen in Brüssel schaffen. Eine Bürokratieexplosion in diesem Ausmaß ist aber nicht zu rechtfertigen! Mehrbedarf in bestimmten Bereichen muss vor allem durch Umstrukturierungen innerhalb der bestehenden Abteilungen geschehen. Und ich finde: Wenn schon Personal aufgestockt wird, muss die faktische Unkündbarkeit der Beamten weg – damit EU-Beamte, die nicht liefern, endlich entlassen werden können.

Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr

Moritz Körner

Deutschland braucht echte, große Reformen bei der Rente

Der Bundestag hat für das Rentenpaket der schwarz-roten Regierung gestimmt. „Dieses Rentenpaket ist schlicht schlechte Politik. Es ist kein ausgewogenes Paket, sondern es geht viel zu stark zulasten der Jungen“, kritisiert Henning Höne, stellvertretender Bundesvorsitzender und Landesvorsitzender der Freien Demokraten in NRW. „Deutschland braucht echte, große Reformen bei der Rente. Unser Vorschlag: Die Aktienrente!“

U3-Versorgungslücke in NRW: FDP-Landtagsfraktion kritisiert Stillstand der Landesregierung

Der neue IW-Report zeigt: In NRW fehlen über 85.000 U3-Plätze – eine der größten Lücken bundesweit. Yvonne Gebauer spricht von „politischem Nichthandeln mit Ansage“. Trotz sinkender Geburtenzahlen wächst die Kluft weiter. Die FDP-Landtagsfraktion fordert ein modernes Kinderbildungsgesetz, mehr Unterstützung für Kindertagespflege und ein klares Ausbaukonzept für zusätzliche Plätze.

EU-Haushalt: Entscheidender als die Höhe ist die Struktur

Die EU verhandelt ihre langfristigen Finanzpläne. Die Struktur sei dabei entscheidender als die absolute Höhe, sagt der Europaabgeordnete Moritz Körner: „Ein Haushalt in etwa der bisherigen Größenordnung wäre vertretbar, vorausgesetzt, die Mittel werden konsequent auf Modernisierung umgeschichtet. Ein EU-Haushalt, der quantitativ leicht wächst, aber qualitativ deutliche Fortschritte macht, wäre daher sinnvoll. Ein deutlich größerer Haushalt ohne Strukturreformen hingegen wäre nicht zu rechtfertigen.“ Seine Hoffnungen für den Reformkurs: „weniger Gießkanne, mehr Leistungsorientierung und eine klare Verknüpfung der Auszahlungen an Reformfortschritte.“

Grundsteuer-Urteil: Hebesatzsplitting wackelt – FDP-Landtagsfraktion fordert Neuregelung

Nach dem Urteil des VG Gelsenkirchen zur Grundsteuer kritisiert Ralf Witzel das schwarz-grüne Hebesatzsplitting als „Bruchlandung mit Ansage“. Die FDP-Landtagsfraktion habe die Regierung von Beginn an stets vor diesem riskanten Sonderweg in Nordrhein-Westfalen gewarnt. Die Entscheidung schaffe große Unsicherheit für Steuerzahler und Kommunen. Die FDP-Landtagsfraktion fordert eine schnelle, verlässliche gesetzliche Neuregelung.

Die Zukunft junger Menschen darf nicht nach dem Zufallsprinzip entschieden werden

Der Bundestag hat das neue Wehrdienstgesetz beschlossen. Es sei richtig, dass die Pflichtmusterung komme, erklärt Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament. „Wer die Bundeswehr personell stärken will, braucht endlich eine solide Datengrundlage.“ Dass am Ende das Los darüber entscheiden solle, wer zur Bundeswehr muss und wer nicht, sei eine Posse. „Sicherheitspolitik ist kein Glücksspiel. Es darf nicht über die Zukunft junger Menschen nach dem Zufallsprinzip entschieden werden.“

KI-Booster „telli“ für Schulen – doch Verwaltung bleibt analog

„telli“ bringt datenschutzkonforme KI erstmals flächendeckend an NRW-Schulen und kann den Unterricht spürbar erleichtern. Franziska Müller-Rech sieht darin einen ersten wichtigen Erfolg der FDP-Forderung nach einem KI-Aktionsplan für die Schulen. Gleichzeitig bleibe die Schulverwaltung zu analog, weil KI dort aufgrund von Datenschutzvorgaben kaum entlasten darf. Die FDP-Landtagsfraktion verlangt eine umfassende KI-Strategie für Schule und Verwaltung: weniger Bürokratie, mehr Zeit für die pädagogische Arbeit.

Henning Höne besucht die Universität Duisburg-Essen
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